Nervenkitzel auf großer Leinwand

Nervenkitzel auf großer Leinwand

Am 5. Dezember hat das Programmkino Lichtblick wieder zur alljährlichen Horrorfilmnacht ins Cineplex geladen. Diesmal wurden um 20:30 Uhr zwei Verfilmungen von Stephen-King-Romanen gezeigt.

Der Abend wurde durch ein Filmquiz eröffnet. Wer die Fragen von Mitorganisator Oliver richtig beantworten konnte, gewann eine DVD aus der von Lichtblick mitgebrachten Auswahl. Darunter befanden sich Filme wie Creep, Die Mumie und eine Kollektion von Stephen-King-Verfilmungen. Das eigentliche Programm wurde dann mit einem wahren Klassiker eingeläutet, der auf einer 35mm Filmrolle gezeigt wurde.

The Shining zeigt die Geschichte des Autors Jack, der eine Stelle als Hausmeister in einem Hotel annimmt. Seine Frau und sein Sohn begleiten ihn in das riesige Anwesen, das während des gesamten Winters geschlossen wird. Vater Jack verheimlicht allerdings, dass einer seiner Vorgänger in der Einsamkeit wahnsinnig wurde und daraufhin seine Familie tötete. Im verlassenen Haus in den Bergen beginnt Jack’s Sohn Visionen von ehemaligen verstorbenen Gästen zu entwickeln. Jack verfällt derweilen dem Wahnsinn und so nimmt das Ganze seinen Lauf.

Die Reaktionen des Publikums zum Werk von Regisseur Stanley Kubrick waren durchgehend positiv. Dabei wurde der Film 1981 in den Kategorien Schlechteste Regie und Schlechteste Schauspielerin für die Goldene Himbeere nominiert. Dieser Negativpreis zeichnet jährlich die schlechtesten filmischen Leistungen aus.

Als zweiten Film bekamen die Horrorfilm-Fans eine Neuverfilmung zu sehen. Carrie handelt von dem gleichnamigen Mädchen, das von ihrer streng religiösen Mutter überwacht und von ihren Schulkameraden ausgegrenzt wird. Mit der Zeit entdeckt sie ihre telekinetischen Fähigkeiten und erweitert diese. Eine Einladung zum Abschlussball lässt vermuten, dass sie langsam ihren Weg ins Leben findet. Jedoch wird sie von einer Mitschülerin angegriffen und übt eine blutrünstige Rache aus, die viele Opfer fordern soll.

Bei den Veranstaltern von Lichtblick konnte die Neuverfilmung von Kimberly Peirce nicht punkten. Sie könne sich nicht mit dem Original messen und führe eine lange Tradition von eher mangelhaften Stephen-King-Verfilmungen fort.

Doch die Horrorfilmnacht ist nur eines der vielen Projekte, die Lichtblick organisiert. Seit zehn Jahren zeigt der von Studierenden der Medienwissenschaften gegründete Verein Filme abseits des Mainstreams.

So werden Filme aus den verschiedensten Ländern und Genres auf die Leinwand gebracht. Die wöchentlichen Vorführungen im Cineplex sollen die Kinokultur der Stadt erweitern und an Filme heranführen, die sonst kaum Beachtung finden.

Das Team besteht zur Zeit aus zehn bis fünfzehn Studierenden, die sich jedes Semester ein neues Motto für ihr Programm überlegen. Ein solches besteht dann im Durchschnitt aus 14 Filmen. Das aktuelle Programm zum zehnjährigen Jubiläum steht unter dem Thema “Transit - In Bewegung”. Es gibt einen Einblick in unterschiedliche Länder und Kulturen und bildet Menschen ab, die auf Reisen sind, an Zwischenorten leben oder sogar ein Nomadendasein führen.

Schon lange besteht eine Kooperation mit dem Cineplex. Die Einnahmen aus den Filmabenden müssen jeweils mindestens die Kosten der Filmbeschaffung decken. Besondere Veranstaltungen wie die Horrorfilmnacht ermöglichen es finanzielle Mittel einzubringen, die für die Erstellung des nächsten Programms gebraucht werden.

Am 30. Januar gibt es ein weiteres Highlight in diesem Semester: Lichtblick führt den Zuschauerwunschfilm ein! Dadurch wird Studierenden ermöglicht, ihren Wunschfilm auf die große Leinwand zu bringen. Wer an der Abstimmung teilnehmen will, füllt einfach den Fragebogen auf www.lichtblick-kino.de aus. Darauf sind bereits einige Vorschläge zu finden, jedoch können auch gerne neue Wünsche geäußert werden.

Man kann also gespannt bleiben was uns dieses Semester filmisch noch erwartet.

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