Filmkritik: Nicht Mister, nicht Master – ich bin Doctor Strange!

Filmkritik: Nicht Mister, nicht Master – ich bin Doctor Strange!

Titel:

Doctor Strange
Regie: Scott Derrickson
Genre: Fantasy, Action
Wertung: 4 von 5 Filmrollen

 

 

 

 

Nachdem sich im April ein Großteil der bis dato im MCU eingeführten Marvel-Helden miteinander messen durfte, bekommt nun ein weiterer beliebter Charakter die Chance, sich auf der Kinoleinwand zu behaupten – Doctor Strange.

Filmplakat von Doctor Strange

Filmplakat von Doctor Strange

Die Welt des genialen aber unglaublich arroganten Neurochirurgs Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) wird aus den Fugen gerissen, als er nach einem Autounfall mit zerschmetterten Fingern erwacht und seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann. Nachdem kein Kollege ihn mehr operieren möchte, erfährt er, dass ein ehemaliger Patient, der querschnittsgelähmt war, wieder stehenden Fußes Basketball spielt. Ungläubig besucht Strange ihn und erfährt von einem tibetanischen Kloster. Von neuer Hoffnung angetrieben, begibt sich Strange auf den Weg in das Himalaya-Gebirge. Bevor er jedoch hier die Erleuchtung finden und sich mit Wegen der Magie, Zaubersprüchen und alternativen Dimensionen beschäftigen kann, muss er lernen, dass sein Ego nicht immer die beste Hilfe sein muss.

Wie die bisherigen Marvel-Filme überzeugt auch Doctor Strange mit aufwendigen Spezialeffekten, wie z.B. sich faltenden Städten, und einem gut gewählten Soundtrack. Als arroganter aber genialer Titelheld (und noch darüber hinaus) überzeugt Cumberbatch, was aber nicht überraschend ist, da er als Meisterdetektiv in der Serie Sherlock eben dies bereits brilliant in Szene gesetzt hat. Auch überzeugt Tilda Swinton als Älteste des Klosters, die Strange mehr als einmal gekonnt seine Grenzen aufzeigt. Leider erreichen die anderen Darsteller nicht dieses Niveau, wodurch einem Mads Mikkelsen als irdischer Gegenspieler Kaecilius wohl nicht lange im Gedächtnis bleiben wird, während sich der animierte Oberbösewicht Dormammu, leider zu kurz, mit Doctor Strange um die Krone der arroganteren Figur streitet.

Zwei Sidekicks von Doctor Strange funktionieren hingegen sehr gut. So überzeugt der Bibliothekar Wong (Benedict Wong) als pflichtbewusster Hüter und Bewacher der magischen Werke und Stranges Umhang, der ihn als Träger auserwählte jedoch einen eigenen Willen hat. Hier findet sich eine Schwachstelle des Filmes, welche man auf Disney als Produzent zurückführen kann. Während der Umhang zwar lustig ist, wirkt der hieraus entstandene Humor zwischen einer Todeszene und dem drohenden Weltuntergang eher ungewollt und deplaziert und nimmt dem Film sehr viel Ernst und Düsternis.

Insgesamt bleibt jedoch zu sagen, dass der Film dank der Hauptfiguren, gespielt von Cumberbatch und Swinton, und der Visualisierung sehr ansehnlich ist und sollte Doctor Strange künftig auf die Avengers treffen, darf man sicher sein, dass es zu einem Egowettstreit der Helden kommen wird, wie man ihn noch nicht erlebt hat. Daher eine klare Empfehlung, den Film zu schauen.

Neuen Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Formatierter Kommentartext

  • Erlaubte HTML-Tags: <a href hreflang> <img src alt height width> <em> <strong> <p> <br /> <cite> <blockquote cite> <code> <ul type> <ol start type> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.
  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Eingeschränktes HTML

  • Erlaubte HTML-Tags: <a href hreflang> <em> <strong> <cite> <blockquote cite> <code> <ul type> <ol start type> <li> <dl> <dt> <dd> <h2 id> <h3 id> <h4 id> <h5 id> <h6 id>
  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.
CAPTCHA
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.
Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.