Kolume: Feminist_in?

Kolume: Feminist_in?

„Ich bin kein_e Feminist_in, aber...“ – Diesen Satz bekommt man häufig zu hören, wenn auf einen gesellschaftlichen Missstand in Bezug auf Frauen hingewiesen wird. „Ich bin kein_e Feminist_in, aber... es ist nicht richtig, dass jede dritte Frau in ihrem Leben sexuelle Gewalt erfährt.“, „Ich bin kein_e Feminist_in, aber... es ist nicht fair, dass Frauen bei gleichem beruflichem Werdegang immer noch durchschnittlich 5,5 % weniger verdienen als Männer.“. Ich bin kein_e Feminist_in, aber... eigentlich doch?

Feminismus wird oft als nervig, unnötig, lächerlich dargestellt. Dabei bedeutet der Begriff Feminismus lediglich das Anstreben der gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Gleichheit aller Geschlechter. Oft höre ich, nicht nur von Männern, dass es unfair sei, dass nur Frauen gefördert werden sollen. Diese Aussage lässt die Realität unserer patriarchalisch geprägten Kultur außer Acht. Frauen verdienen weniger. Frauen erfahren viel mehr sexuelle und häusliche Gewalt als Männer. In Führungspositionen, auch an Unis, sind Frauen stark unterrepräsentiert. Angesichts dieser historisch gewachsenen Realität ergeben die Förderung von Frauen und die Aufdeckung von Missständen nicht nur Sinn, sondern sie sind notwendig. Ich verstehe, dass einige Maßnahmen unsinnig erscheinen. Ich selbst finde, dass oft am Thema vorbeigeredet und Kleinigkeiten aufgebauscht werden und natürlich sind nicht alle Mittel und Wege gut oder richtig. So ist es eben in einer Gesellschaft: der Weg zur Veränderung ist nie straight-forward oder perfekt. Das Anstreben einer echten gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Gleichberechtigung aller Geschlechter sehe ich aber als elementar für eine zukunftsweisende Gesellschaft an. Daher bin ich Feminist_in und ich hoffe, ihr seid es auch.

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