Volles Haus im Hörsaal

Volles Haus im Hörsaal

Überforderte Uni? Fehlendes Kursangebot? Zu wenige Dozenten? Diese Fragen mussten sich dieses Semester Ersties, aber auch Studierende höherer Semester der Kulturwissenschaften an der Universität Paderborn stellen. Dass mal ein paar Plätze zu wenig angeboten werden, bestimmte Kurse aufgrund günstiger Zeiten oder beliebter Dozenten überbelegt sind und Leute mit dem PAUL-Zettel Schlange stehen, kennt jeder. Dieses Semester aber stellt neue Rekorde auf. Sowohl von Seiten der Lehrenden als auch von Seiten der Studierenden wurde wiederholt auf massiv überfüllte Kurse hingewiesen.

Doch bevor wir uns das Ganze anhand eines Beispiels näher vor Augen führen, hier ein paar Fakten, die es zu berücksichtigen gilt: Die Universität Paderborn hat seit diesem Semester erstmals über 20.000 Studenten, diese verteilen sich auf 67 Studiengänge mit 247 Professuren (inklusive Juniorprofessuren) und 1.300 wissenschaftliche Mitarbeiter. Insgesamt werden während des Semesters etwa 2.000 Lehrveranstaltungen in 75 Seminarräumen und 30 Hörsälen angeboten.

Bei einer gleichmäßigen Verteilung der Stellen kämen auf 15 Studenten demnach ein Professor und fünf wissenschaftliche Mitarbeiter, von denen jeder ein bis zwei Veranstaltungen anbietet, was im durchschnittlichen Studium mit fünf bis zehn Veranstaltungen pro Semester ausreichen sollte, um jedem Studenten das planmäßige Voranschreiten innerhalb seines Studienverlaufsplanes zu ermöglichen.

Nun ist es aber so, dass die Lehrstühle oft nicht zeitgemäß (oder gar nicht) über die Anzahl der Erstsemester informiert werden. Daher müssen sie ihr Kursangebot aufgrund der vergangenen Semester kalkulieren. Oft klappt dies gut. Vor allem Studiengänge mit festgelegten Kursen haben es hier einfacher. Verkomplizierend kommt eine unübersichtliche Anzahl an „Wiederholern“ und „Schiebern“ hinzu, wodurch es für die Lehrstühle noch schwieriger wird, die richtige Anzahl an Kursen anzubieten.

Besonders betroffen von einem zu geringen Angebot beziehungsweise einer Überbelegung sind die Studiengänge Anglistik, Geschichte und Linguistik, bei denen viele der Kurse bereits vor Anmeldestart für „Erstis“ durch höhere Fachsemester fast ausgebucht sind. Vor allem Seminare und Sprachkurse, teilweise aber auch Vorlesungen sind betroffen. Zahlreiche Beschwerden hierzu sind bei den jeweiligen Dozenten, Teamern und Fachschaften, aber auch hilfreichen höheren Semestern eingegangen. Durch Schaffung neuer Kurse wurde bereits versucht, Abhilfe zu schaffen. Bei vielen Erstis schmücken jedoch weiterhin klaffende Lücken den Stundenplan.

Hinweis:

Fehlender Pflichtkurs?

Zuerst solltest du dich an deine Fachschaft wenden, sie steht dir in dieser Situation mit Rat und Tat zur Seite. Hilft weder dies noch ein direktes Gespräch mit dem Dozenten, so kannst du die Härtefallsprechstunde deines jeweiligen Studiengangs besuchen.

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