Debatte über die Debatte

Debatte über die Debatte

Am 11. Januar veranstaltete der AStA der Universität Paderborn gemeinsam mit der Debating Society Paderborn eine Debatte zur Land- und Bundestagswahl. Zum Gespräch eingeladen waren die Linke, die Grünen, die SPD, die FDP, die CDU und die AfD. Für die Planung und Durchführung dieser Debatte wurden die Veranstalter, insbesondere der AStA Paderborn, von verschiedenen Seiten kritisiert.

Größter Kritikpunkt war die Einladung eines Vertreters der Alternative für Deutschland (AfD) zur Debatte. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung kritisierte die Paderborner Linksjugend die Beteiligung der AfD scharf, da die AfD den Grundsatz unserer Verfassung unterlaufe: die Gleichheit aller Menschen. Während der Debatte protestierte die Linksjugend friedlich. Auch vom AStA der Fachhochschule Bielefeld wurde gewarnt, der AfD eine Bühne zu bieten, während Sabine Martiny, Abgeordnete im Kreistag Paderborn, kritisierte, dass keine Vertretung der Piratenpartei eingeladen worden war. „Wir haben uns dazu entschieden die AfD einzuladen, weil wir die Parteien eingeladen haben, die im letzten Jahr in einen Landtag gewählt worden sind.“ begründete der AStA Paderborn gegenüber der universal seine Entscheidung. Die Veranstalter wollten die AfD nicht in eine „Opferrolle“ schieben, sondern den Studierenden selbst die Möglichkeit bieten, sich kritisch mit den Inhalten der Partei auseinanderzusetzen. Kritik an der Einladung der AfD wurde auch noch nach der Debatte in Leserbriefen laut, die Veranstalter erhielten jedoch auch Rückhalt für die Entscheidung die Partei nicht aus dem politischen Diskurs auszuschließen.

Auch, dass der Besuch der Debatte nur mit vorheriger Anmeldung möglich und der Einlass durch strikte Personenkontrollen gesichert war, sorgte für Unmut, unter anderem bei der Linksjugend. Laut dem AStA Paderborn sollte die Anmeldepflicht niemanden ausgrenzen, sondern lediglich zur Planung aufgrund der begrenzten Kapazitäten des Ausimax dienen. Auch wurde betont, dass die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz aller Politiker durchgeführt wurden.

Auf Nachfrage der universal versicherte der AStA Paderborn, dass er auch bei einer weiteren Debatte die AfD wieder einladen würde. „Es ist richtig, auch kritische Meinungen anzuhören um sie hinterfragen zu können und sich ein eigenes Bild zu machen.“ Hätte der AStA die AfD direkt außen vor gelassen, so hätte er den Studierenden die Entscheidung genommen, die AfD selbst kritisch zu bewerten, fügte der AStA hinzu.

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