Werwolfabende an der Uni

Werwolfabende an der Uni

Es war einmal vor langer Zeit, da existierte ein Dorf mit Leuten, die sich alle kaum kannten (früher war eben doch nicht alles besser). Diese lebten zufrieden in den Tag hinein, bis sie eines Morgens eine übel zugerichtete Leiche fanden, die in einer riesigen Blutlache lag. Offensichtlich war die Person von Werwölfen angegriffen worden. Wie sich fand, war sie nur der Aussätzige des Dorfes, dennoch entbrannte eine rege Diskussion, wen man für dieses Verbrechen lynchen sollte. Dieser und jene wurden angezeigt, ihre Schuld in Argumentationen klar herausgestellt – und dann wurden die Anklagen doch wieder fallen gelassen.

Dies wiederholte sich, bis die Sonne hinter dem Horizont verschwand. Daraufhin waren alle Dorfbewohner müde, ließen die Sache ruhen und gingen zu Bett. Am nächsten Morgen gab es zwar keine Leiche, da die Dorfbewohner aber Gefallen am Diskutieren gefunden hatten, dennoch eine Debatte, wen man denn heute töten wollte. Man kam allerdings wieder zu keinem Ergebnis. Auch der dritte Tag verlief letztlich ereignislos.

Am vierten jedoch gab es wieder eine Leiche: Es war die Dorfhexe. Nun kochten die Emotionen wieder hoch und es gab wüste Verunglimpfungen. Eine Person, die behauptete, ihre Erkenntnisse durch ein besondere Eingabe zu bekommen haben, tat sich besonders hervor. Sie erreichte schließlich das Lynchen eines Dorfbewohners. Mit seinem Tod verwandelte er sich in ein pelziges Ungetüm – ein Werwolf weniger. Mehr war jedoch nicht zu erreichen, denn die Sonne war während der Exekution untergegangen und zwang die Dorfbewohner zum Schlafen.

Niemand von ihnen wusste, dass dies die Schicksalsnacht war, denn am nächsten Tag gab es ein Massensterben. Nicht nur die erfolgreiche Anklägerin von gestern, die sich als Seherin entpuppte, war tot. Nein, auch der Jägersmeister starb, da er offensichtlich unsterblich in sie verliebt war und ohne sie nicht weiter leben wollte. Doch wollte er noch Gerechtigkeit und ehe er sein Gewehr gegen sich selbst richtete, erschoss er mit den Worten „50/50 Chance“ noch eine weitere Person. Vom Himmel verkündete daraufhin eine Stimme: „Die Werwölfe gewinnen.“ „Gut“, erwiderte der tote Aussätzige, „kann ich ja jetzt in Ruhe Pipi machen“. Alle lachten, während die Spielleiterin eine neue Runde Werwölfe im Düsterwald vorbereitete.

Der Werwolfabend trifft sich jeden 2. und 5. Donnerstag im Monat um 20 Uhr im Raum E1.143 der Uni Paderborn

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