Buchkritik: 42! – Aber warum eigentlich?

Buchkritik: 42! – Aber warum eigentlich?

Eine Frage, auf die man spontan keine Antwort weiß, einfach mal mit „42“ zu beantworten, ist ein recht alter Scherz. Doch woher kommt diese Idee überhaupt? Sie stammt aus dem Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. Man sollte aber nicht den Fehler begehen, das Buch schlicht auf „42“ und die – zugegebenermaßen recht mittelmäßige – Filmadaption mit Martin Freeman zu reduzieren.

Cover des Buches "Per Anhalter duchr die Galaxie" von Douglas Adams, Quelle: "Kein & Aber"
Cover des Buches "Per Anhalter duchr die Galaxie" von Douglas Adams, Quelle: "Kein & Aber"

Wer das tut, verpasst einen rasanten Roman voller satirischem Witz und fantasievoller Details. Die Geschichte beginnt damit, dass die Erde in die Luft gesprengt wird, da sie einer intergalaktischen Umgehungsstraße weichen muss. Nur Arthur Dent schafft es zu entkommen, da sich sein Kumpel Ford Prefect als außerirdischer Anhalter herausstellt, welcher ihn bei seiner Flucht mitnimmt. Dies ist der Beginn einer Reise quer durch alle räumlichen und zeitlichen Dimensionen des Universums. Nebenbei trifft Arthur auf den Präsidenten der Galaxis, hochintelligente (aber schwer depressive) Roboter und geht der Frage nach dem Sinn des Lebens nach. „42“ ist nämlich die von einem Supercomputer errechnete Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Da die Frage aber so schrecklich unkonkret ist, kann mit der Antwort auch niemand so richtig etwas anfangen.

Wer möchte, kann die Suche nach dem Sinn des Lebens gerne als Leitmotiv der gesamten „fünfbändige intergalaktische Trilogie“ interpretieren – muss man aber nicht unbedingt. Auch ohne tieferen Sinn funktioniert die Geschichte wunderbar. Die vielen Charaktere, spontanen Handlungssprünge und die unzähligen nebenbei angeführten Details ergeben insgesamt eine Geschichte, bei der man die Frage nach dem Warum? vielleicht auch nicht allzu laut stellen sollte. Nehmt manche Sachen einfach hin und lasst euch von dem britischen Humor Douglas Adams unterhalten. Zu empfehlen für alle, die in Corona-Zeiten nach ein bisschen unterhaltsamer Realitätsflucht suchen.

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