Studie: Wie sich das Wohnen mit Computer verändert hat

Studie: Wie sich das Wohnen mit Computer verändert hat

Wer erinnert sich noch an die sperrigen Computer und Monitore, die früher in einer Ecke des Wohnzimmers oder im elterlichen Arbeitszimmer standen? Sie wurden abgelöst durch Fachbildfernseher, flache Monitore und Spielekonsolen, die man mittlerweile in fast jedem Haushalt findet. War der Computer früher vielleicht noch eine Störung im Haushalt, ist er heute aus der Einrichtung nicht mehr wegzudenken.

Link zur Studie: https://t1p.de/wohnstudie
Link zur Studie: https://t1p.de/wohnstudie

Diese Phänomene und Entwicklungen untersuchen Prof. Christina Bartz, Dr. Monique Miggelbrink und ihr Team in der Studie „Einrichtungen des Computers. Zum Zusammenhang von Computer und Wohnen.“ Die Medienwissenschaftler*innen beschäftigen sich in dieser auf drei Jahre angelegten Studie damit, wie sich das Wohnen mit Computer verändert hat. „Eine These des Projekts ist z.B., dass der Computer zunächst eine Störung in den Haushalten darstellte, u.a. weil die Wohnungseinrichtungen noch keinen Platz für die damals doch recht sperrigen Geräte vorsah.“ War er früher nur Arbeitsmedium, gehört der Computer mittlerweile längst auch zur Freizeit. Wie aber untersucht man diese Veränderungen über Jahrzehnte? Indem man sich alte Einrichtungskataloge anschaut. Dazu zählen IKEA-Kataloge (dank einer großzügigen Spende fehlen hier nur noch die Ausgaben von 74,75 und 76), aber auch andere Einrichtungs- und Computerzeitschriften aus den Jahren 1970-90 wie  Chip, c’t, Form, Die Kunst und das schöne Heim, Haus und Heim, Schöner Wohnen, möbel kultur und HörZu. Der Gedanke hinter dem Projekt ist der, dass Wohnen und Medien zusammenhängen, erklären Prof. Christina  Bartz und Dr. Monique Miggelbrink. „U.a. heißt das, dass die Wohnungsgestaltung sich mit dem Aufkommen neuer Medien verändert. Die Idee dazu ist u.a. von der Spielkonsole Wii inspiriert, denn als sie 2006 veröffentlicht wurde, gab es eine öffentliche Diskussion zur Gefährdung der Wohnzimmereinrichtung“. Wem einmal der Wii-Controler aus der Hand geflogen ist, sollte wissen, was gemeint ist.

Entstanden ist das Projekt aus der Beobachtung zweier gegensätzlicher Bewegungen: Zum einen, dass mehr Raum vor dem Fernseher gebraucht wird, um beim Spielen an Playstation und Co. nicht die Wohnzimmereinrichtung zu zerstören, und zum anderen, dass wieder mehr Nähe hergestellt wird, durch die Zunahme von Serien und DVDs, die die Zuschauer eher zum Fernsehgerät hinziehen. Aus diesen Beobachtungen entstand die Dissertation „Fernsehen und Wohnkultur“ von Monique Miggelbrink. „Ihre Überlegungen zum Fernsehen sollen nun im Rahmen des Projekts auf den PC übertragen werden, ohne die bestehenden Differenzen zwischen diesen beiden Geräten zu übergehen.“, so Prof. Bartz. Weitere Infos und Kontaktdaten für eine Zeitschriftenspende findet ihr unter:

https://t1p.de/wohnstudie

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