Bioplastik – Nicht so gut, wie manche glauben

Bioplastik – Nicht so gut, wie manche glauben

In immer mehr Supermärkten und Drogerien findet man mittlerweile Müllbeutel aus Bioplastik. Klingt erstmal gut, in der Umsetzung scheitert es dann jedoch recht schnell.

„Kein Plastik in die Biotonne“: Eines der ASP-Plakate in der Paderborner Kernstadt. Foto: hln Plakat: ASP / schweitzer media gmbh
„Kein Plastik in die Biotonne“: Eines der ASP-Plakate in der Paderborner Kernstadt.
Foto: hln Plakat: ASP / schweitzer media gmbh

Erst einmal vorweg: Bioplastik ist eine gute Sache, da zumindest für die Herstellung der Produkte aus diesem Material kein Stoff auf Basis von Erdöl verbraucht wird. Es wird statt einer endlichen Ressource also beispielsweise Mais, Kartoffeln oder etwas auf Basis von Milchsäure genutzt. Dennoch sind auch in dieser Form von Plastik Stoffe enthalten, die eine andere Farbe verleihen und durchaus schädlich sein können. Ganz ohne ist dieses Bioplastik also nicht.

Doch was ist nun das große Problem? Immer mehr Menschen denken sich, wenn sie Bioplastik und Beschreibungen, wie „biologisch abbaubar“ lesen, dass diese Beutel ohne Probleme auch in die Biotonne können. Da muss nun ganz klar gesagt werden: Nein, Stopp! Biologisch abbaubar bedeutet hier, dass nach 12 Wochen immer noch kleinere Rückstände von dem Material vorhanden sind und die gehören da einfach nicht rein. Denn: Sie sind faktisch Störstoffe innerhalb der Produktion von Biokompost und Bioenergie.

Auch der ASP macht im Stadtgebiet mit der Kampagne #wirfuerbio darauf aufmerksam, dass diese Beutel unter keinen Umständen in die Biotonne gehören.

Sie sind jedoch ein durchaus guter Ersatz für z. B. den Plastik- oder Restmüll. Doch wie kann ich meinen Biomüll fachgerecht entsorgen, wenn ich nicht nach jeder Kochaktion zur Biotonne rennen möchte? Da gibt es viele Möglichkeiten: Man kann sich einen kleineren Tischmülleimer kaufen und diesen nutzen, in vielen Haushalten gibt es sogar größere Biomülleimer oder aber man nutzt eine kleine Schüssel (die sorgt allerdings ohne Deckel schnell für unangenehme Gerüche und viel Freude bei Obstfliegen).

Wer seinen Müll dort nicht ohne einen „Beutel“ hineintun möchte, kann Papiertüten kaufen oder aus Zeitungspapier selbst welche falten. Anleitungen gibt es dafür zahlreich im Internet.

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