Filmkritik: Eine Ode an den Geist des Journalismus

Filmkritik: Eine Ode an den Geist des Journalismus

Titel: The French Dispatch
Regie: Wes Anderson
Genre: dramatische Komödie
Wertung: 4,5 von 5 möglichen Filmrollen

Der Regisseur Wes Anderson meldet sich mit einem Film zurück, der eine beeindruckende Besetzung, Aufnahmen wie kein anderer und eine Geschichte und Charaktere vereint, die einen so gut mitreißen, dass man die zwei Stunden gar nicht vergehen sieht.

Filmplakat von "The French Dispatch", Quelle: The Walt Disney Company Germany GmbH
Filmplakat von "The French Dispatch", Quelle: The Walt Disney Company Germany GmbH

„The French Dispatch“ spielt in einer fiktiven französischen Stadt (Ennui-sur-Blasé), wird aber in der Stadt Angoulême gedreht. Der Zeitungsbesitzer Arthur Howitzer Jr. (Bill Murray) hat sich dort mit der Redaktion von The french dispatch, der Wochenendbeilage der Kansas Evening Sun, niedergelassen. Nach seinem Tod versammeln sich die besten Journalisten, um nicht nur seinen Nachruf zusammenzustellen, sondern auch eine letzte Ausgabe, die seinem Andenken treu bleibt, mit vier großen Reportagen, die dem Film seine Struktur verleihen. „The Cycling Reporter“, „The Concrete Masterpiece“, „Revisions to a Manifesto“, „The private Dining Room of the Police Commissioner“

Obwohl der Film in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt ist, verleiht ihm sowohl die Verbindung zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten als auch die allgemeine Ästhetik seine Kohärenz. Der Regisseur von „The Life Aquatic“ schafft es wieder einmal, sein Publikum zu überraschen, indem er von Schwarz-Weiß zu Farbe wechselt, und eine Mischung aus Symmetrieeffekten, Stop-Motion und Zeichentrick nutzt. Was die Besetzung angeht, hat Wes Anderson alle Register gezogen und 47 großartige Schauspieler engagiert, wobei die Statisten nicht mitgerechnet sind. Die Charaktere, die alle vergänglich und denkwürdig sind, folgen in einer ständigen Parade aufeinander, um manchmal nur für die Dauer einer Einstellung zu erscheinen.

Wes Anderson huldigt in seinem letzten Film einer bestimmten Idee der amerikanischen Presse und berühmten Federführern, und erschafft eine Ode an das Erzählen, dass sich durch das manische Klassifizieren von Fakten und das Schreiben als Neuerfindung der Welt auszeichnet.

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