Let’s talk about sex!

Let’s talk about sex!

Kennen wir sie nicht alle – die Eyecatcher-Plakate, die auch an den Paderborner Bushaltestellen hängen: „Oben ohne, unten mit – Kondome benutzen!“. Was wir oft nur mit einem kurzen Blick würdigen, oder mit einem angetrunkenen Kichern quittieren, wenn es zur Bar geht, ist in Coronazeiten immer noch ein brennendes Thema: Geschlechtskrankheiten oder auch sexually transmitted infections (STIs) auf Englisch. Ein Schlaglicht zu dem Thema, über das während der Pandemie kaum gesprochen wurde.

Über Geschlechtskrankheiten wurde in der Pandemie kaum gesprochen: Let’s talk about sex! Foto: ras
Über Geschlechtskrankheiten wurde in der Pandemie kaum gesprochen: Let’s talk about sex! Foto: ras

Abstinenz und neue sex networks

Mit der Isolation kam für nicht asexuelle Singles auch der Zwang zur Abstinenz: Corona machte das Kennenlernen potentieller Sexualpartner:innen schwer, da jede Art von Begegnungskultur, die sonst unsere Gesellschaft ausmacht, weggefallen ist. Das hat nicht nur eine interessante, zugleich aber auch besorgniserregende Entwicklung mit sich gebracht: „Im privaten Bereich sind Netzwerke entstanden, in denen sexuelles Leben stattgefunden hat. Das hat aber auch dazu geführt, dass sich die Menschen nicht so gut geschützt haben. Man kennt sich ja schließlich“, erklärt Norbert Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft. Doch nicht nur das Gefühl der Sicherheit hat die Leute daran gehindert, sich testen zu lassen: Gesundheitsämter, die den Bereich für die STI-Testung gar nicht mehr öffneten, und die Angst vor Ansteckung in Arztpraxis, Klinik oder Testzentrum, haben mit dafür gesorgt, dass die Tests teilweise bis zu 50 Prozent abnahmen.

Hello old friend

Von welchen Geschlechtskrankheiten reden wir eigentlich, wenn wir von STIs reden? Genau wie vor der Pandemie stehen Chlamydien, Mykoplasma genitalium (MG), Tripper und Syphilis ganz oben auf der Liste: Für manche dieser STIs reicht zur Übertragung nur das Küssen. Die MG beispielsweise verläuft ohne wirkliche klinische Symptome, eine Infektion mit Chlamydien kann sogar zur Unfruchtbarkeit führen. Der beste Schutz für Angehörige allen Geschlechts sind und bleiben nach Brockmeyer Kondome und Lecktücher. Also, nicht vergessen: Oben ohne, unten mit!

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