Geist und Natur: Internet

Geist: Das Internet ist zur vierten Dimension der modernen Gesellschaft geworden. Es ist fast unsichtbar, und doch nie weiter als einen Klick entfernt und hat sich so zu einer Selbstverständlichkeit im Alltag gemausert. Auch den Geisteswissenschaften ist es zuträglich: Das Internet hat den Austausch von Informationen auf eine Weise revolutioniert, die einem den Atem raubt: Bruchteile von Sekunden braucht es, um eine Nachricht an Orte zu schicken, die ein Brief erst nach Wochen erreichen würde. …

Natur: An keiner Stelle wird der technische Fortschritt und seine Geschwindigkeit so deutlich wie beim Internet. Es ist inzwischen schnell genug, um die meisten Informationen in Sekundenbruchteilen zu erhalten und teilweise muss man noch nicht einmal fragen, cleveren Informatikern und ihren Algorithmen sei Dank.

Neues Jahr – Neues Konzept der Mensa

Wie den meisten Studierenden bereits aufgefallen sein wird, hat sich in der Mensa im neuen Jahr einiges verändert. Ein neuer Aufbau und ein neues Speiseangebot haben zunächst für Verwirrung gesorgt. Am auffälligsten dabei sind die Bildschirme, die oberhalb der Essensausgaben hängen. Auf den Monitoren wird das jeweilige Gericht angezeigt, um einen schnelleren Überblick über das Angebot zu ermöglichen. Wie das Studentenwerk auf seiner Internetseite schreibt, werden von den Gerichten in authentischer Weise am selben Tag Fotos aufgenommen, damit die Gäste sich nicht erst durch die Mengen zu den einzelnen Theken drängen müssen. Damit noch nicht genug an Neuheiten. Allergiker, Vegetarier und Veganer können nun leichter erkennen, was sie vom Angebot zu sich nehmen dürfen und was nicht. Durch kleine Symbole und Zahlen wird angezeigt, ob ein Gericht auf eine besondere Weise zubereitet wurde. Es gibt sogar jeweils ein Symbol für fettarme und kalorienarme Kost für diejenigen, die im neuen Jahr auf ihre Linie achten möchten.

Die Mensa-Piktogramme für fettarm, kalorienarm, vegetarisch …
(Grafik: jpy)

Fata, Muta, Kint – Oder wie war das noch?

„Liba Fata - ales gute zum Fatatak. Ich hab dich lib.“ Dieser wohl nett gemeinte Satz der 10-jährigen Cosima machte vor einigen Wochen Schlagzeilen und löste eine Diskussion über die didaktische Herangehensweise im deutschen Grundschulunterricht aus. Dreh- und Angelpunkt der harschen Auseinandersetzung in den Medien ist dabei eine bestimmte Lernmethode, nämlich die des 1972 begründeten Konzeptes des „Lesen durch Schreiben“. Diese Methode geht auf den Reformpädagogen Jürgen Reichen zurück und wird seit den 1990er Jahren an deutschen Grundschulen eingesetzt. Dabei stellt sich die Frage, ob der zu Beginn zitierte Satz ein Sinnbild für das Ergebnis vieler Studien ist, die eine dramatische Verschlechterung der Rechtschreibleistung von Schülern in den vergangenen Jahrzehnten prognostiziert haben. Kann man diese Tendenz pauschal erklären und einen Sündenbock für diese prekäre Entwicklung verantwortlich machen?

Paderborn – der Dokufilm

Julian Jakobsmeyer ist selbstständiger Filmproduzent aus Paderborn. Hauptsächlich hat er bisher Image- und Werbefilme gedreht, nicht nur in Deutschland sondern auch in Europa und Arabien. Allerdings ist sein neuestes Projekt ein Film über seine Heimatstadt Paderborn in der Zeit von den zwanziger bis zu den sechziger Jahren, ein für ihn künstlerisches Gegenstück zu der „Plastikwelt“ der Werbe- und Imagefilme. Schon seit er zehn Jahre alt ist, ist die Kamera ein ständiger Begleiter in seinem Leben, sodass er schon im Alter von 15 Jahren mit seiner Leidenschaft Geld verdienen konnte.

Die universal hatte die Chance, mit ihm ein Interview über seinen Paderbornfilm zu führen.

Auf einem Bauernhof werden zwei kleine Mädchen in einfachen Kleidern gefilmt.
Julian Jakobsmeyer (hinter der Kamera) beim Dreh am historischen Set (Foto: Julian Jakobsmeyer)